Vortag: Ich will ausgehen in einer heimgesuchten Stadt: Duisburg, am Rande des Ruhrgebiets, kurz vor Holland, tief im Westen. Ohne Fu?ballmeister wie Dortmund, ohne Gr?nemeyer wie Bochum, dafür aber mit der Katastrophe bei der Love Parade und einem st?rrischen Ex-Bürgermeister namens Sauerland.
17.00 Uhr Mein neuer Begleiter für die Nacht hei?t Zlatan und holt mich am Bahnhof ab. "Wir laufen heute in Hochfeld von Kneipe zu Kneipe", sagt er. "Ein Laden, ein Bier." Hochfeld? Duisburg-Ruhrort kenne ich. Schimanski, Schiffe und so,
http://www.vuittontaschensn.info/. Aber Hochfeld? "Hochfeld liegt am Rand der Innenstadt", sagt Zlatan, "und hat nicht den besten Ruf. Ich komme hier gut zurecht. Wird eine lange Nacht. Bist du fit?", fragt Zlatan und niest kr?ftig. Seine Augen sind glasig. Grippe.
5.00 Uhr: Ein letztes Bier beim Imbiss neben dem grünen Stadtwerke-Turm. Gegenüber schimmert grell die Leuchtreklame eines Bordells. Markus schaut am Turm hoch. Bald werde der abgerissen, sagt er, "wird nicht mehr gebraucht". Das Kraftwerk - abgeschaltet. Zu alt, zu dreckig. Das Wahrzeichen einfach stehen zu lassen, ist der Stadt und RWE zu teuer. Der Turm muss weg. Dies wird nicht mehr gebraucht, das wird nicht mehr gebraucht. Duisburg, die Stadt, die nicht mehr gebraucht wird. Das Herz des Kapitalismus schl?gt heute woanders. Wir essen noch eine Currywurst. Und hoffen auf weitere 500 Jahre Schimanski.
19.20 Uhr: Das Ultra-Team steht wieder auf der Stra?e, die n?chste Kneipe zittert schon. Magnus erkl?rt mir Hochfeld: Hier sind die Menschen arm, hier wohnen viele Migranten, Türken und so, und seit kurzer Zeit lauter Bulgaren. "Die hausen zum Teil zu zw?lft in winzigen Zimmern und schlafen auf siffigen Matratzen. Die M?nner machen harte Jobs für l?cherlich wenig Geld. W?nde rausrei?en." Im Norden des Stadtteils ist das Rotlichtviertel von Duisburg. "Da streiten sich Hells Angels und Bandidos, wer das Sagen hat,
louis vuitton outlet."
19.40 Uhr: Um die Ecke haben die Bandidos eine neue Bar aufgemacht. Wir stehen auf der Schwelle und fragen nach Bier. Ein Mann mit Bart und Jeans schaut erst auf unser Ultra-Kommando, dann hilflos zu seinem Kollegen. Er sagt: "Bier? Hier gibt es kein Bier." Im "Hochfelder Markt" gibt es zwar Bier, aber auch keinen Udo Jürgens, dafür aber die ersten Fanges?nge: "Wir gehen voran, als zw?lfter Mann, ganz egal wie weit, ob Sturm, ob Schnee, MSV Duisburg allez!" Dazu breiten die Ultras ihre Arme aus und klatschen im Takt. Die Gruppe ist kleiner geworden, kaum noch Bewegung. Wollten wir nicht tanzen gehen? Die Innenstadt ist nicht mehr weit. Ich mache mich allein auf den Weg.
19.30 Uhr: Die n,
louis vuitton online shop?chste Kneipe hei?t Egli, und die griechische Wirtin erkl?rt, das bedeute "Glanz". An der Wand h?ngen eine griechische Flagge und Bilder von der Akropolis. In der Luft h?ngen Rauch und Schnaps. M?nner spielen Backgammon. Ein Ultra will tanzen. "Habt i